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Das Aquarell ist für mich mehr als nur eine Maltechnik, es ist eine Faszination, die Flüchtigkeit des Moments visuell zu gestalten, die Poesie des Sehens. Im Aquarell bleibt jeder Strich sichtbar, in der Transparenz zeigen sich subtile Emotionen - vorausgesetzt, das Bild wurde nicht überarbeitet auf der Suche nach dem rettenden Zufall. Der Malprozess verlangt technische Disziplin und medidative Konzentration. Gegen den Zeitgeist der multimedialen Bilderflut suche ich in meiner Malerei die Ruhe. Ruhe entsteht durch Reduktion, Reduktion erfordert Erfahrung und konzentrierte Wahrnehmung. Ich bin kein Freund üppiger Effekte, dekorativer Farbigkeit und umfangreicher Details. Meine Motive sind nicht die spektakulären Ansichten, es ist für mich ein Bedürfnis, das Schöne im Gewöhnlichen, Unscheinbaren zu entdecken. Meine Aquarelle entstehen vorwiegend vor der Natur, doch es geht mir nicht um das Abmalen. Mit den Mittel des Aquarells versuche ich die Wirklichkeit über das rein Optische hinaus zu erfassen. Wie in der Natur spielen Licht und Schatten, Hell und Dunkel sowie atmosphärische Farbenspiele eine entscheidende Rolle. Ich sehe meine Malerei als ein Wechselspiel zwischen Form und Inhalt, ich strebe weder nach Abbild noch nach der totalen Abstraktion, mich fasziniert die Gratwanderung zwischen Natur und Malerei. Vor über 30 Jahren hat mich dieses Medium im Rahmen meines Grundstudiums Illustration/Design gefangen genommen und nicht mehr losgelassen. In der Zwischenzeit hat es meinen ursprünglichen Beruf so gut wie verdrängt. Hier geht es zur Aquarell-Galerie | |